Haus Sonnenblick erwacht zu neuem Leben

die jüngste Schülerin durchschneidet das Band

Einweihungsfest der neuen Räumlichkeiten

Zum Start der Osterferien feierte der Unterlengenhardter Verein für ein freies Erziehungswesen e.V. die Einweihung der ersten, neuen Räumlichkeiten, die im Zuge der Sanierung von Haus Sonnenblick, einer ehemaligen Dorfgaststätte, entstanden sind.

Ein Jahr lang haben die Eltern und immer wieder auch SchülerInnen an der Freien Dorfschule Unterlengenhardt in Eigenleistung angepackt und unter anderem mehr als 50 Tonnen Bauschutt aus dem Untergeschoss getragen.

Die neuen Räume, zwei schöne helle Klassenzimmer, Toiletten, Garderobe und Nebenräume zeigten zur Eröffnung eine Ausstellung mit Werken aus dem Kunstuntrerricht. Nach den Osterferien gehen die Sanierungsarbeiten weiter in den oberen Geschossen, wo weitere Unterrichtsräume und das Schulbüro entstehen werden. Die Sanierung wird unter anderem durch die Stiftung Software AG und durch die Gemeinde Bad Liebenzell im Rahmen der Vereinsförderung mitfinanziert. Aufgrund der steigenden Baukosten werden allerdings immer noch dringend Spender gesucht, die das Projekt unterstützen möchten.

viele Hände haben am Neubau mitgewirkt

Bei der Einweihungsfeier gab es neben einem Buffett und Spielen für Groß und Klein eine Ansprache der Architektin Christiane Geiger aus Pforzheim, die das Projekt plant und begleitet. Etliche ortsansässige Handwerksbetriebe sind an der Sanierung beteiligt. Bevor das jüngste Kind an der Schule das Band zu den neuen Räumlichkeiten durchschnitt, resümierte der Vereinsvorstand das erste Jahr der Sanierung, die für den kleinen gemeinnützigen Schulverein eine große Anstrengung bedeutet, in Versen:

Ode an ein Haus und an die Menschen, die sich darum kümmern

Haus Sonnenblick, wie warst Du leer…
Das Leben wurde dir schon schwer,
Der Heizungskessel war so schwach,
Der Regen tropfte durch das Dach.
Wo war das ganze Leben hin –
Ein Gasthaus ohne Menschen drin?!

Nun tritt herbei der Schulverein,
Haut auf den Tisch: „Das darf nicht sein! –
Das Haus soll voller Leben sein.“
Der Pläne folgen viele, viele…
Und die Sanierung wird zum Ziele.

Dabei ist nicht so angenehm:
Das Geldproblem.
Nun sind wir hier nicht eingedöst
Und haben dieses bald gelöst (zumindest für den Anfang).

Dann rückten wir dem Haus zu Leibe
Mit Planen, Hämmern, Flexelscheibe.
Wir holten vieles Alte raus
Und machten flugs was Neues draus (Kunst zum Beispiel).

Der Helfer sind gar viele Hände
Es fallen und es wachsen Wände.
Strom, Wasser, Heizung, neues Glas –
Man sieht schon: Hey, das wird ja was!

In Sonnenblickes dicken Mauern
Wird nie mehr alte Luft versauern.
In Sonnenblickes großem Bauch
Wird Schule sein! Wir freu´n uns auch.

Nach einem Jahr voll Plag und Müh´n
Kann man den ersten Teil beziehen.
Im Keller hier, zwei neue Räume,
Erfüllen Klassenlehrerträume.

Das Austreten ist auch erlaubt:
Toiletten sind bald angeschraubt.
Und Putz und Farbe sind auch dran –
Wer’s sieht, ist gleich ganz angetan.

Nun ist es Zeit zu heben
Das Glas aufs neue Leben
Im Sonnenblick. Oh, Sonnenblick,
Du wirst so schön, du wirst so schick.

Als Lohn wär´ all der Arbeit füglich,
Dass alle Schüler*innen lernen glücklich.
Wo Leere war, soll Schule sein.
Nun laden wir zum Feste ein."
das Drahtskelett dieser Tiere stammt aus den alten Kabeln

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